Mittwoch, 22. Februar 2017

Dämon

"Du gibst schon auf?" Ich lag am Boden. Konnte mich nicht bewegen. Wollte mich nicht bewegen. Jeder Zentimeter meines Körpers schmerzte. Er lachte. Dieses widerwärtige Lachen. Ich wusste genau, wie sich seine Mundwinkel in diesem Moment nach oben verzogen und seine Augen zu funkeln begannen. "Ich hab gedacht, du wolltest es so? Ich hab gedacht, du magst es so!" Wieder trat er zu. Ich versuchte mich noch kleiner zu machen, ihm noch weniger Angriffsfläche zu geben. Mich weiter von ihm zu entfernen. - Währen doch nur nicht diese Schmerzen. Hätte ich mich nur mehr angestrengt, mehr gewehrt, widerstand geleistet.
"Bist ... bist du zufrieden?" Ich biss die Zähne zusammen, doch mir stiegen trotzdem die Tränen in die Augen, so sehr schmerzte mein Brustkorb beim reden. Schon nach den ersten paar Schlägen hatte er es geschafft mir mindestens ein Rippe zu brechen und ich schmeckte den eisernen Geschmack des Blutes in meinem Rachen.
"Ob ich zufrieden bin?" Er legte sich die Hand ans Kinn, als würde er wirklich über meine Frage nachdenken. "Natürlich bin ich das. - Doch noch glücklicher wäre ich natürlich, wenn du tot wärst." Er hockte sich hin und beugte sich über mein Gesicht, immer noch dieses hämische Grinsen auf den Lippen. "Aber es wäre zu Schade, dich jetzt schon von deinem jämmerlichen Dasein zu erlösen." Er spuckte mir ins Gesicht. Ich wollte ihm nicht die Genugtuung geben, mir seinen Sabber aus dem Gesicht zu wischen, also blieb ich einfach reglos liegen. Er betrachtete mich noch einige Sekunden, dann stand er auf und kehrte mir den Rücken zu. "So macht das doch keinen Spaß! Du musst schon ein wenig mitmachen, betteln, um dein Leben flehen ..."
"Fick dich."
"Na na na, jetzt aber nicht frech werden." Als er sich wieder zu mir umdrehte, hielt er ein Brecheisen in der Hand. "Ich würde dir ja gerne die Knochen mit meinen eigenen Händen brechen, aber dafür sind mir leider die Finger zu Schade." Er schwang die Stange hinter über seinen Kopf und begann hysterisch zu lachen, als er anfing auf mich einzuschlagen.
~ geschrieben am 04.02.2017

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