~ geschrieben am 17.10.2016"Blute nicht auf meinen Boden.""Du hast mich angeschossen!" Ich presste meine linke Hand auf die Streifwunde an meinem rechten Oberarm, die mir mein eigentlich bester Freund gerade verpasst hatte."Ich hab gedacht, du wärst einer von Ihnen! Was schleichst du dich auch einfach so an." Kurz nachdem er bemerkt hatte, dass ich es war, die er angeschossen hatte, hatte der die Glock zu Boden fallen lassen."Schießt du auf jeden, der in dein Haus kommt? - Woher hast du überhaupt die Waffe?" Die Wunde an meinem Arm brannte wie Feuer. Wäre die Situation nicht so abstrus gewesen, hätte ich wahrscheinlich wie am Spieß geschrien."Lass mich erst einmal deine Wunde versorgen, sonst ruinierst du noch meinen Teppich ..." Er verließ den Raum und kam kurz darauf mit einem Verbandskasten zurück. - Ich war froh, dass ich heute morgen doch ein T-Shirt anstatt eines Pullovers angezogen hatte, trotz des schlechten Wetters, da ich keine Lust hatte mich jetzt auch noch vor ihm auszuziehen, damit er mich verarzten konnte. "Was machst du hier überhaupt? Wieso hast du mich nicht angerufen?"Ich biss die Zähne zusammen, als er Desinfektionsmittel auf meine Wunde kippte. "Die Telefonleitungen sind tot und ich wollte wissen, wie es dir geht, nach allem, was passiert ist." Er begann meinen Arm zu verbinden. "Und ich habe mehrmals geklingelt! Du bist nicht an die Tür gegangen! Also hab ich deinen Ersatzschlüssel unter der Türmatte genommen." Er zog den Verband fest und ich verzog das Gesicht vor Schmerz."Wieso hast du dich nicht bemerkbar gemacht?""Ich hab deinen Namen gerufen, Simon, sogar mehrmals!"Seine Augen funkelten. "Simon heiße ich also ..."Ich sprang auf, wollte wegrennen, doch er hielt mich fest. Seine sonst so lieben braunen Augen wechselten zu einem leuchtenden Blauton. Er war einer von Ihnen.
Sonntag, 12. Februar 2017
Sie II
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